Textserie

  • Die Rolle der EZB

    „Dies geht unter Umständen damit einher, dass die Inflation vorübergehend moderat über dem Zielwert liegt“

    EZB Chefin Lagarde anlässlich der Vorstellung eines neuen (höheren) Inflationsziels im Juli 2021

    Wie wir alle in unseren Geldbeuteln merken ist dieses Zitat nicht gut gealtert; statt vorübergehend steuert die Inflation in Deutschland ungebremst auf zweistellige Werte zu. Bei Nahrungsmitteln und anderen Alltagsgütern liegt sie sogar bereits bei über 20 %. Doch warum geben sich die Europäische Zentralbank oder auch das Statistikamt (siehe Artikel 1) soviel Mühe die Inflation ständig klein zu reden und zu rechnen? Nun, weil die EZB dann keine Veranlassung hat ihre Politik des Gelddruckens zu ändern. Und von dieser Politik profitieren Staat und Kapital erheblich.
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  • Strommarkt

    „Ich beziehe doch Ökostrom, wieso soll ich denn jetzt wegen gestiegener Gaspreise mehr für Strom zahlen, der Preis von Wind und Sonne hat sich nicht geändert…“

    So mag der oder die eine derzeit denken.

    Dafür verantwortlich sind zwei Dinge: Erstens die kapitalistische Logik, denn Strom wird seid 20 Jahren an der Strombörse gehandelt, und Strom wird nicht günstiger verkauft, als der Preris der sich dort bildet.
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  • Was ist Inflation?

    „Nach meinen Berechnungen liegt die gefühlte Inflation in Deutschland deutlich höher als die offizielle Zahl – nämlich bei rund 8,5 Prozent“

    Wirtschaftswissenschaftler Gunter Schabel bei einer offiziellen Inflation von 5,5 % im Februar 2022

    Unter Inflation wird allgemein ein Verlust der Kaufkraft von Geld verstanden. Das heißt für die gleiche Menge an Geld bekommt man weniger als in der Vergangenheit. Oder der gleiche Döner kostet jetzt plötzlich 6 Euro statt 4 Euro wie vor einem Jahr.
    Ein weiterer Aspekt der Inflation ist die Frage: Wie wird diese gemessen und was wird gemessen? Wird in den Medien die Inflationsrate genannt, handelt es sich um den Verbraucherpreisindex. (mehr …)