Tipps

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Alles zu teuer – das muss einen Grund haben! Es wird gesagt, die Inflation ist der Grund. Ein allgemeines Verständnis zur Inflation wird meist vorausgesetzt, doch was das tatsächlich ist, bleibt oft schleierhaft. Aber die Auswirkung der Inflation ist uns allen klar: Die Preise steigen! Was können wir dagegen tun? Die Gürtel enger schnallen? Oder die Preise selbst heruntersetzen und Widerstand gegen die Politik der Verarmung leisten – wie kann das gehen?

Die Folgen des Kapitalismus benennen und solidarische Praxis voranbringen

Inflation heist: Das Geld verliert an Wert, die Preise steigen, bei gleichbleibendem Einkommen werden wir ärmer. Die Inflation (https://derpreisistheiss.noblogs.org/files/2023/01/DE_Trifiold_A4_DEMO-VERSION-DPIH.pdf) ist aber kein Zufall und folgt nicht irgendwelchen höheren Gesetzen sondern ist das Resultat einer Politik die auf einer ausbeuterische Wirtschaft basiert.

Wenn es um’s Überleben geht dann möchten wir von Der Preis Ist heiß ein paar Tipps mit euch teilen, die dabei helfen können besser über die Runden zu kommen und wir wollen gemeinsamen Widerstand leisten.

Besucht Voküs/Küfas (Volxsküchen/Küchen für Alle)

Das sind meist regelmäßige Termine, wo selbstorganisiert für viele Leute gekocht wird, was es ermöglicht auf Spendenbasis vollwertige Malzeiten zu haben – unkommerziell und oft mit einem solidarischen Zweck verbunden. Wir haben eine Karte erstellt, mit der ihr einfach zu den Orten findet. https://umap.openstreetmap.de/en/map/free-or-donation-based-food_41942#13/52.5484/13.3987

Nutzt und schafft Free-Shops, Umsonstläden, Free-Boxen im Kiez

Zu-Verschenken-Kartons vor Haustüren sind auch eine gute Möglichkeit, nichtmehr benötige Gegenstände an Andere weiterzugeben

Kollektiviert Gebrauchsgegenstände/Werkzeuge im Haus

Gemeinsame Nutzung von Werkzeugen wie Luftpumpe, Bolzenschneider etc. macht das Leben einfacher.

Hilfe organisieren, Hilfe in Anspruch nehmen

Bei Gruppen oder Organisationen mitmachen wie Zwangsräumung-Verhindern, Mieter*innenverein e.V., Stadtteilläden mit Beratungsangeboten. Adress-Verzeichniss: https://iniradar.org


Folgende Methoden sind auch gut, jedoch kriminalisierbar:
Containern

Noch immer landen viele einwandfreie Lebensmittel in den Mülltonnen der Supermärkte. Diese können von dir einfach abgeholt werden. Das Aneignen dieser Produkte ist nicht erlaubt, wird aber meist geduldet. Hier findet ihr eine Übersicht zu möglichen Container Spots: https://www.dumpstermap.org/detail/6094

Freifahren und solidarisch Tickets gebrauchen

Solidarisch durch den öffentlichen Nahverkehr – das umstonst Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist wohl die verbreitetste Form von Widerstand gegen unsere Ausbeutung. Sollen wir auch noch dafür zahlen, wenn wir von A nach B müssen, um zu Schule oder Arbeit zu kommen? Das Geld wird sowieso nur in Videoüberwachung, Securities und Manager*innen gesteckt. Wichtig bleibt, Fahrscheine untereinander weiterzugeben und bei Kontrollen zu protestieren. Wir nehmen nicht hin, dass wir zahlen sollen, sondern leisten Widerstand! Weitere Infos: freifahren.noblogs.org. Aber Achtung: Ohne Ticket zu fahren wird kriminialisiert und wird bei Wiederholung als angebliche Straftat behandelt. Welche dreimal ohne Ticket erwischt werden, bekommen in der Regel eine Anzeige. In Berlin gibt es viele Menschen, die sich auch diese Geldstrafe nicht leisen können und deswegen ins Gefängnis gesteckt werden. Das Berliner Projekt Freiheitsfonds organisiert Protest gegen die Strafbarkeit des Fahrens ohne Ticket und kauft bundesweit Gefangene, die deswegen einsitzen, frei.

Fünf-Finger-Rabatte

Oft trennen uns vom guten Brote nur Fensterscheiben oder eben die Hemmung, Dinge einfach zu nehmen. Viele tun es und sind damit sehr zufrieden. Umverteilung von Dienstleistungen und Waren ist legitim.

Außer Möglichkeiten zu finden, im Kapitalismus zu überleben, sollten wir eine andere Art zu Leben beginnen. Eigentum, das für Ausbeutung und Profit notwendig ist, kann durch Selbstorganisierung und kollektive Kämpfe abgeschafft werden.


Selbstorganisation und Widerstand

Widerstand gegen staatliche Strategien wie z.B. Gentrifizierung, die schon seit Jahren zu einer massiven Inflation führt, muss von unten kommen. In einigen Nachbarschaften gibt es Kiezversammlungen, wo sich Leute treffen können, die etwas tun wollen. Außerdem gibt es Gruppen oder Versammlungen wie „Der Preis ist heiß“, die Versuchen, anlässlich der aktuelle Zuspitzung unserer Situation gemeinsam auf die Straße zu gehen. Auch du kannst selbst eine Versammlung initiieren oder mitmachen.

Bei Der Preis ist heiß haben sich Menschen zusammengefunden, um genau das zu tun. Der Preis ist heiß ist ein offenes Treffen zum Thema Inflation. Das heißt, dass alle mitmachen können, die sich antiautoritär organisieren wollen oder einfach an Diskussionen und lokalen Aktionen beteiligen wollen. Was wir bisher gemacht haben, könnt ihr auf dieser Website erfahren. Am 16.9. veranstalten wir ein Picknick, zu dem wir euch alle einladen, um über die Preissteigerungen zu reden. Mehr dazu hier: LINK. Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat um 15:00 treffen wir uns zur offenen Versammlung im NewYorck/Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a.

Gegen Inflation, für die soziale Revolution!


(ENGLISH) Everything is too expensive – there must be a cause! It is said that inflation is the cause. A general understanding of inflation is usually assumed, but what it actually is often remains a mystery. But the effect of inflation is clear: prices are rising! What can we do? Tighten our belts? Or lower prices ourselves and resist the policy of impoverishment – how can we do that?

To name the consequences of capitalism and advance solidarity-based practice.

Inflation means: Money loses value, prices rise, with our incomes remaining the same we become poorer. Inflation (https://derpreisistheiss.noblogs.org/files/2023/01/ENG_Trifiold_A4_DEMO-VERSION-DPIH.pdf) is not a coincidence though and does not follow any higher laws but is the result of a policy based on an exploitative economy.

When it comes to survival, we as Der Preis Ist heiß („The Price is hot“) would like to share the following tips with you, which can help to make ends meet and we want to resist together with you.

Go to Voküs/Küfas (Peoples Kitchens/Kitchens for All)

These are mostly regular events where people cook for many people in a self-organised way, which makes it possible to have full meals on a donation basis – non-commercial and often with a solidarity purpose. We created a map where you can easily find the places. https://umap.openstreetmap.de/en/map/free-or-donation-based-food_41942#13/52.5484/13.3987

Use and create Free-Shops, Free-Stores, Free-Boxes in the neighbourhood

To-give-away-boxes in front of the door are another good option to share things that are not used anymore with others.

Collectivisation of objects and tools in the house

Sharing tools like air pump, bolt cutter and other stuff makes life easier.

Organize help, accept help

Go to get help or join organisations as Zwangsräumung-Verhindern („stop evictions“), Mieter*innenverein e.V. („tenants association“), neighborhood stores with consultation services. Adresses directory: https://iniradar.org


The following methods are criminalised:
Dumpsterdiving

A lot of perfectly good food still ends up in supermarket bins. These can simply be collected by you. The appropriation of these products is not allowed but mostly tolerated. Here you can find an overview of possible container spots: https://www.dumpstermap.org/detail/6094

Solidarity travel and use of public transport

Free travel on public transport is probably the most common form of resistance against our exploitation. Should we pay when we have to get from A to B to go to school or work? The money is only put into video surveillance, security guards and managers anyway. It remains important to pass on tickets to each other and to protest at controls. We don’t accept that we have to pay, we resist! More Infos (german): freifahren.noblogs.org. But be carefull: Driving without a ticket is criminalized and will be treated as an alleged crime if repeated. Those who are caught three times without a ticket usually get a charge. In Berlin there are many people who cannot afford these fines and are therefore put in jail. The Berlin-based project Freiheitsfonds organizes protests against the punishability of driving without a ticket and pays money for prisoners in whole Germany who are in prison for driving without ticket to get them out of prison.

Five-finger discounts

Often only a window separatew us from the good bread – or the inhibition to simply take things. Many do it and are very happy with it. Redistribution of services and goods is legitimate.

Besides finding ways to survive in capitalism, we should start another way of living. Property – the guarantor of exploitation and profit – can be abolished through self-organisation and collective struggle.


Selforganization and resistance

Resistance against state’s strategies as for example gentrification, that for years already cause a massive inflation, has to come from below. In some neighborhoods there are kiez-assemblies, where come together who want to do something. Also there are groups or assemblies as Der Preis Ist Heiss, which try to take to the streets to respond to the crisis. You as well can initiate or join an assembly.

Der Preis Ist Heiss is a convergence of people, that do the very same. Der Preis Ist Heiss is an open meeting dealing with the topic of inflation. That means everyone can join, who wants to organize in an antiauthoritarian manner or just wants to participate in discussions and local actions. What we did so far, you can read on this webpage. On 9/16 we invite to a picnic to discuss about the rising prices. More about that here: LINK. Every 1st and 3rd Sunday of the month at 3 pm we meet for the open assembly in NewYorck/Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a.

Against inflation, for the social revolution!